Weil eine ausgewuchtete Last einen kleinen Motor etwas nahezu Gewichtloses drehen lässt. Eine unausgewuchtete Montierung führt ungleichmäßig nach, zeigt Spiel in der einen Richtung und nicht in der anderen, und verschleißt ihre Zahnräder auf der Seite, die das Gewicht trägt.
Das Auswuchten ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird, und derjenige, dessen Fehlen am häufigsten der Montierung angelastet wird.
Was Balance hier bedeutet
Beide Achsen. Bei gelösten Klemmungen soll der Tubus dort bleiben, wo man ihn hinstellt, in Deklination wie in Rektaszension, ohne abzukippen oder zu wandern. Dieser Zustand bedeutet, dass der Motor Trägheit bewegt und nicht Gewicht.
Was eine unausgewuchtete Montierung mit ihren Zahnrädern macht
Der Antrieb muss auf der einen Hälfte einer Umdrehung heben und auf der anderen halten. Die Nachführung wird ungleichmäßig, Spiel tritt auf, sobald die Lastrichtung wechselt, und die Zahnflanken verschleißen ungleich.
Die Reihenfolge
Zuerst die Rektaszension, indem man das Gegengewicht bei waagerechtem Tubus auf seiner Stange verschiebt. Dann die Deklination, indem man den Tubus in seiner Prismenschiene verschiebt. Das eine stört das andere leicht, ein zweiter Durchgang ist daher normal.
Womit auswuchten
Mit allem, was beim Beobachten am Teleskop sein wird: dem Sucher, dem Zenitspiegel, dem Okular, das Sie benutzen werden, der Kamera. Einen nackten Tubus auszuwuchten und dann zwei Kilogramm Zubehör anzubauen macht die ganze Übung zunichte.
Wenn diese Seite und die Dokumentation des Herstellers sich widersprechen, folgen Sie der Dokumentation. Jede Öffnung, Brennweite, Traglastangabe, jedes Sehfeld, jeder Augenabstand, jede Transmissionszahl und jedes Gewindemaß auf dieser Seite stammt aus den vom Hersteller selbst veröffentlichten Zahlen, mit der Einheit wie gedruckt und der genannten Quelle. Nichts davon wird hier gemessen, und keine Zahl wird in eine andere Konvention umgerechnet, denn eine umgerechnete Zahl ist eine andere Zahl. Und zu jeder Tragkraftangabe: Hersteller nennen sie für die Beobachtung, und die Fotografie verlangt einen erheblich größeren Spielraum. Ein am Okular unsichtbarer Nachführfehler ist auf einem Sensor ein verschmierter Stern, und die Angabe schließt die Gegengewichte meist aus. Diese Seite gibt die Zahl des Herstellers mitsamt dem Gebrauch wieder, für den sie genannt wurde, und leitet daraus keine fotografische Tragfähigkeit ab.
Die Fragen, die immer wieder kommen
Muss es perfekt ausgewuchtet sein?
Nahezu, wobei eine leichte absichtliche Unwucht unter Astrofotografen gängige Praxis ist, damit die Zahnflanken einseitig belastet bleiben und Spiel nie auftritt. Ob ein Hersteller das empfiehlt, lohnt sich im Handbuch nachzulesen.
Muss ich nach einem Okularwechsel neu auswuchten?
Visuell dann, wenn der Unterschied groß ist — ein schweres Weitwinkelokular gegen ein kleines verschiebt die Balance auf einer kleinen Montierung spürbar. Fotografisch wuchtet man neu aus, sobald etwas hinzukommt oder wegfällt.
Zuletzt geprüft 17. September 2026