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Der Aufbau: waagerecht, ausgewuchtet, ausgerichtet, in dieser Folge

Eine parallaktische Montierung belohnt eine feste Routine, weil jeder Schritt den vorigen voraussetzt. Den ersten zu überspringen macht den dritten sinnlos.

Die Abfolge besteht, weil jeder Schritt vom vorhergehenden abhängt, und sie in falscher Reihenfolge zu tun verschwendet sie alle.

Eins: Stativ aufstellen und waagerecht ausrichten

Beine ganz spreizen, auf festen Grund stellen und den Kopf mit der Libelle waagerecht setzen. Alles Weitere — die Breiteneinstellung, die Polausrichtung, das GoTo-Modell — setzt voraus, dass das geschehen ist.

Zwei: die Breite einstellen

Stellen Sie die Polhöhenverstellung auf Ihre geographische Breite, bevor irgendetwas montiert ist, solange der Kopf leicht ist und die Verstellung frei läuft. Die Feinabstimmung kommt später; jetzt auf ein Grad genau zu kommen macht sie leicht.

Drei: das Rohr aufsetzen und auswuchten

Zuerst die Rektaszension, indem das Gegengewicht bei waagerechtem Rohr verschoben wird, bis es mit gelöster Klemmung stehen bleibt. Dann die Deklination, indem das Rohr in seiner Schwalbenschwanzschiene verschoben wird. Das eine zu ändern stört das andere leicht, rechnen Sie also mit einem zweiten Durchgang.

Vier: die Polausrichtung

Richten Sie die Polachse auf den Himmelspol. Für den visuellen Gebrauch genügt ungefähr auf den Polarstern. Für Belichtungen benutzen Sie das Strichkreuz des Polsuchers oder eine Softwareroutine, und denken Sie daran, dass der Polarstern nahe am Pol steht und nicht auf ihm.

Fünf: erst jetzt die GoTo-Ausrichtung

Zentrieren Sie die Sterne, nach denen die Handsteuerung verlangt — die, nach denen sie verlangt, an einer Karte geprüft und nicht angenommen. Eine auf einem falsch bestimmten Stern aufgebaute Ausrichtung erzeugt den ganzen Abend ein selbstsicher falsches Zeigen.

Die Fragen, die immer wieder kommen

Wie waagerecht ist waagerecht genug?

Für den visuellen Gebrauch reicht nach Augenmaß. Für eine GoTo-Ausrichtungsroutine, die Waagerechtigkeit voraussetzt, und für eine Aufnahmenacht lohnt es, die Libelle der Montierung richtig zu benutzen — eine Neigung zeigt sich als Zeigegenauigkeit, die auf einer Himmelsseite schlechter ist.

Muss ich jede Nacht neu auswuchten?

Immer dann, wenn die Last sich ändert: ein anderes Okular, eine dazugekommene Kamera, ein abgenommener Sucher. Eine mit nacktem Rohr ausgewuchtete und dann mit zwei Kilogramm Zubehör beladene Montierung ist nicht ausgewuchtet.

Zuletzt geprüft 17. September 2026