Vergrößerung ist eine Division, keine Zahl auf einer Schachtel
Die besten Teleskop-Okulare für 2026
Ein Okular hat keine Vergrößerung. Vergrößerung entsteht, wenn es in ein bestimmtes Teleskop gesteckt wird, und sie ergibt sich, indem man die Brennweite des Teleskops durch die des Okulars teilt — deshalb liefert dasselbe Okular in einem kurzen Refraktor eine Zahl und in einem gefalteten Katadiopter das Dreifache. Alles Weitere beim Auswählen folgt aus dieser Division. Teilt man die Okularbrennweite durch das Öffnungsverhältnis des Teleskops, ergibt sich die Austrittspupille, die Breite des Lichtkegels, der das Auge erreicht: zu breit, und Licht geht neben der Pupille verloren; zu schmal, und das Bild verdunkelt sich und zeigt Glaskörpertrübungen. Das scheinbare Gesichtsfeld, in Grad gedruckt, sagt, wie weit der Blick wirkt; multiplizieren Sie nichts, aber wissen Sie: ein weites scheinbares Feld bei hoher Vergrößerung lässt ein Objekt schweben statt durch ein Rohr betrachtet erscheinen. Der Augenabstand — wie weit das Auge hinter dem Glas sitzen darf — entscheidet über Bequemlichkeit und darüber, ob eine Brille getragen werden kann, und kurzbrennweitige Okulare einfacher Bauart haben davon notorisch wenig. Lesen Sie das Steckmaß, denn 1,25 Zoll und 2 Zoll sind ohne Adapter nicht austauschbar, und das größere existiert, um ein weiteres Feld durchzulassen. Das Gewicht zählt mehr, als es scheint: ein schweres Okular bringt eine kleine Montierung aus dem Gleichgewicht. Wir vergleichen Brennweite, scheinbares Feld, Augenabstand, Steckmaß, optische Bauart, Vergütung, Gewicht und mitgeliefertes Zubehör.